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      TSMC – Massiver Kapazitätsausbau als Antwort auf den KI-Boom

      Das Geschäft von Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) läuft seit Jahren auf Hochtouren. Der weltweite KI-Boom hat die Nachfrage zuletzt zusätzlich beschleunigt. Um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden, treibt das Management den Ausbau der Produktionskapazitäten mit Hochdruck voran und investiert in zahlreiche neue Produktionsstätten. Viele Analysten trauen der Aktie daher weiteres Aufwärtspotenzial zu. Dennoch stellt sich die Frage nach den Risiken, da KI-Titel in den vergangenen Tagen deutlich nachgaben.

      Frankfurt/Main, den 23.10.2026: Zuletzt gerieten zahlreiche Chip- und KI-Werte unter Druck. Investoren hinterfragen zunehmend, wie die enormen Investitionsprogramme der großen Hyperscaler, aber auch von Unternehmen wie OpenAI und Anthropic langfristig finanziert werden sollen. Analysten gehen davon aus, dass die Ausgaben in diesem Bereich in den kommenden Jahren im hohen zweistelligen Prozentbereich pro Jahr zulegen könnten.

      Für zusätzliche Nervosität sorgte der jüngste Kursrutsch bei den Anleihen des KI-Rechenzentrumsbetreibers CoreWeave. Die Finanzierungskosten des Unternehmens stiegen daraufhin deutlich an. Parallel dazu geriet auch die Aktie kräftig unter Druck und belastete weitere Branchenwerte, darunter Nebius sowie die Speicherchiphersteller SK Hynix, Samsung Electronics und Micron Technology.

      Rekordserie bei den Geschäftszahlen hält an

      Entsprechend gespannt blickten Anleger auf die Quartalszahlen von TSMC (ISIN: US8740391003). Die Ergebnisse, die vergangene Woche publiziert wurden, bestätigten eindrucksvoll, wie stark der Konzern von der KI-Nachfrage profitiert.

      Im dritten Quartal kletterte der Umsatz gegenüber dem Vorquartal auf einen neuen Höchststand von 1,49 Billionen Taiwan-Dollar (+50,9 %), umgerechnet 46,7 Mrd. US-Dollar. Damit wurde auch auf US-Dollarbasis ein kräftiges Wachstum erzielt.

      Belastend wirkte sich hingegen der Produktionsanlauf der neuen 2-Nanometer-Technologie aus. Dadurch gingen sowohl die Bruttomarge als auch die operative Marge gegenüber dem Vorquartal leicht zurück. Das Nettoergebnis legte trotzdem weiter zu auf 763,06 Taiwan-Dollar und lag damit sogar 68,7 % über dem Vorjahr.

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      Auch die Entwicklung des operativen Cashflows fiel mit 919,77 Mrd. Taiwan-Dollar und einem Zuwachs von 115,5 % überzeugend aus. Der verbleibende freie Cashflow nach umfangreichen Investitionen stieg um 241,92 % auf 476,56 Mrd. Taiwan-Dollar.

      Zuversichtlicher Ausblick des Managements

      Vorstandschef C.C. Wei und Finanzchef Wendell Huang zeigten sich bei der Vorlage der Zahlen entsprechend optimistisch. Für das laufende Schlussquartal erwartet das Unternehmen einen weiteren deutlichen Umsatzanstieg. Auf Gesamtjahressicht deutet die Prognose auf ein Wachstum im mittleren zweistelligen Prozentbereich hin.

      Die Bruttomarge dürfte zwar leicht unter dem Niveau des Vorquartals liegen, was erneut auf den Kapazitätsaufbau für die neue Fertigungstechnologie zurückzuführen ist, die Margen sollen sich laut Management aber auch weiterhin auf sehr hohem Niveau bewegen. Unverändert bekräftigte TSMC außerdem seine Investitionsplanung für das laufende Jahr.

      Die vorgesehenen Ausgaben liegen auf Rekordniveau und sollen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte steigen. Auf der Analystenkonferenz nach Bekanntgabe der Quartalszahlen bezeichnete das Management die Entwicklung rund um Künstliche Intelligenz erneut als einen langfristigen Megatrend.

      Zwar könnten höhere Bauteilpreise und wirtschaftliche Unsicherheiten einige Endmärkte belasten, dennoch plant der Konzern, seine Investitionen in den kommenden Jahren nochmals deutlich auszuweiten. Konkrete Zielgrößen wurden allerdings noch nicht genannt.

      Massive Expansion der Produktionskapazitäten

      TSMC plant in den nächsten Jahren den Bau von knapp zwanzig neuen Fertigungsstätten. In normalen Jahren liegt die Zahl deutlich niedriger. Der Großteil der neuen Anlagen entsteht in Taiwan, weitere Projekte werden im Ausland realisiert. Besonders stark engagiert sich der Konzern im US-Bundesstaat Arizona. Dort soll die Produktion in einem neuen Werk in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts anlaufen.

      Zusätzlich prüft TSMC weitere Ausbaumöglichkeiten in Texas. Gerade die internationale Expansion und die höheren Kosten der Auslandsstandorte dürften in den kommenden Jahren jedoch auf die Profitabilität drücken. Das Management rechnet damit, dass die Bruttomarge in Spitzenzeiten um 3 bis 4 % verwässert werden könnte.

      Erwartungen der Analysten

      Für die kommenden Jahre rechnen Analysten weiterhin mit einem kräftigen Wachstum. Sowohl Umsatz als auch operativer Gewinn sollen deutlich steigen, auch wenn sich die Dynamik nach den aktuellen Boomjahren etwas abschwächen dürfte.

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      Trotz der Zuversicht sind diese Prognosen mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Entscheidend wird sein, wie lange die starke Nachfrage nach KI-Infrastruktur anhält und welche Auswirkungen steigende Finanzierungskosten auf die Branche haben.

      Wie geht es weiter mit der Aktie?

      Nach der starken Kursrallye zählt TSMC inzwischen zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Trotz der hohen Marktkapitalisierung erscheint die Bewertung gemessen an den Gewinnerwartungen der Analysten nicht überzogen. Das Forward KGV auf Sicht der Gewinnschätzungen für 2026 liegt derzeit bei 21,4 und bewegt sich auf einem Niveau, das angesichts des starken Wachstums vertretbar erscheint.

      Gegenüber anderen Schwergewichten wie Nvidia, AMD, Intel oder ASML, deren Forward-KGVs für das laufende Geschäftsjahr zumeist deutlich über 30 liegen, scheint TSMC damit derzeit einer der günstigsten unter den großen KI-Profiteuren zu sein.

      Positive Impulse könnten von neuen Großprojekten oder Börsengängen im KI-Umfeld ausgehen. Sollten jedoch Zweifel an der Finanzierung der enormen Investitionen aufkommen und die Finanzierungskosten für die Branche weiter steigen, könnte dies die Stimmung der Anleger belasten und den Aufwärtstrend der Aktie bremsen.

      Investmentidee(n) auf TSMC

      Vor diesem Hintergrund lohnen sich Investments mit einem Sicherheitspuffer gegen fallende Kurse – etwa das Discount-Zertifikat mit der ISIN DE000MR5SBB1. Das Zertifikat verfügt über einen Cap (Höchstauszahlungsbetrag) bei 400 USD. Notiert die Aktie von TSMC am Bewertungstag am 19. März 2027 auf oder über dem Cap, erhalten Anleger den Höchstauszahlungsbetrag. Dies entspricht einer Rendite von 8,4 % (20,9 % p. a.).

      Liegt der Kurs des Basiswerts bei Fälligkeit unterhalb des Caps, erfolgt die Rückzahlung entsprechend der Kursentwicklung des Basiswerts. Der Break-even liegt bei 368,56 USD. Verluste entstehen, wenn der Basiswert bei Fälligkeit unter dieses Niveau fällt.

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