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      Freeport McMoran – Indonesische Mine im Fokus

      Von einem Rekordhoch zum nächsten ist der Kupferpreis gestiegen und lag zuletzt bei rund 13.000 USD je Tonne. Dabei sorgen etliche Faktoren für Rückenwind, allen voran die Energiewende, sowie der Bau von Rechenzentren, während Strafzölle von 50 % auf die Einfuhr von Kupfer in die USA dazu geführt haben, dass die Lagervorräte an der weltgrößten Derivatebörse CME auf Rekordhochs nach oben geschossen sind. Der größte US-Kupferförderer profitiert enorm von der Rekordfahrt des Kupferpreises. Kann irgendwas den Höhenflug des Papiers aufhalten?

      Frankfurt/Main, den 28.01.2026: Der US-Kupferförderer Freeport-McMoran (ISIN: US35671D8570) betreibt 7 Kupferminen in den USA, sowie 2 Kupferminen in Südamerika, davon eine in Peru und eine in Chile, sowie die Grasberg-Mine in Indonesien. Allerdings hat der Branchenprimus in den USA nach einem schweren Unglück in der Grasberg-Mine am 8. September 2025, bei dem 7 Arbeiter getötet wurden, mit einem heftigen Produktionsausfall zu kämpfen. Grasberg ist die weltweit zweitgrößte Kupfermine und machte vor dem Unglück 3 % des weltweit geförderten Kupfers aus.

      Dennoch können sich die am 22. Januar 2026 vorgelegten 2025er-Zahlen mehr als sehen lassen. Zwar ist der Umsatz im vierten Quartal um 1,5 % auf 5,63 Mrd. USD gesunken. Das lag aber immer noch deutlich über den Schätzungen der Analysten von 5,28 Mrd. USD. Nach unseren Berechnungen entfielen rund 3,8 Mrd. USD auf den Verkauf von Kupfer, das entspricht rund zwei Drittel der Konzernerlöse.

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      Dabei ist die Kupferförderung um knapp 40 % auf 640 Mio. Pfund eingebrochen. Trotz des Rückgangs war man in der Lage 709 Mio. Pfund abzusetzen, was deutlich über der Prognose das Managements von 635 Mio. Pfund lag, weil der Konzern die Lagervorräte in Indonesien stärker abgebaut hat als geplant. Der durchschnittliche Verkaufspreis je Pfund auf Konzernebene schoss um knapp 30 % nach oben. Zudem entfielen laut unseren Berechnungen 326,2 Mio. USD auf den Verkauf von Gold, rund 523 Mio. USD auf Molybdän und der Rest auf sonstige Aktivitäten.

      Trotzdem ging der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf Konzernebene um 35 % auf 811 Mio. USD zurück, damit ist die Marge von 21,7 % auf 14,4 % eingeknickt. Noch deutlicher gab der Cashflow aus dem operativen Geschäft nach, der mit 693 Mio. USD 51,7 % unter dem Vorjahresquartal lag. Gleichzeitig sind die Investitionen deutlich zurückgegangen auf 1,0 Mrd. USD.

      Weite Prognosespanne

      Bei der Zahlenvorlage zeigte sich Vorstandschefin Kathleen Quirk dennoch zufrieden, zumal das Hochfahren der Grasberg-Mine wie geplant vorankomme. Demnach sei die Arbeit in 2 Teilen der Mine, die von dem Unglück nicht betroffen waren, im Oktober wieder aufgenommen worden.

      In einem anderen Teil soll die Produktion im zweiten Quartal 2026 wieder starten. Laut den aktuellen Planungen geht das Management daher davon aus, dass im zweiten Halbjahr 2026 85 % des normalen Produktionsvolumens erreicht werde. Bis Ende 2027 sollen dann wieder 100 % erreicht werden. Gleichzeitig treibt der Konzern Expansionsprojekte in etlichen Minen voran, wie im US-Bundesstaat Arizona und in Chile.

      Zwar soll der Kupferabsatz 2026 zunächst von 3,6 Mrd. auf 3,4 Mrd. Pfund zurückgehen, 2027 wird jedoch wieder mit einem Anstieg auf 4,1 Mrd. Pfund gerechnet und für 2028 sogar mit 4,2 Mrd. Pfund. Die Goldverkäufe sollen sich ähnlich entwickeln. Während sie 2026 von 1,07 Mio. Unzen auf 0,8 Mio. Unzen zurückgehen sollen, ist für 2027 ein Sprung auf 1,2 Mio. Unzen geplant, gefolgt von 1,3 Mio. Unzen für 2028.

      Auf der Analystenkonferenz hat das Management – je nach der Entwicklung der Kupferpreise – für 2026 einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 11 bis 19 Mrd. USD in Aussicht gestellt, nachdem der bereinigte Wert 2025 mit 9,9 Mrd. USD praktisch unverändert war. Zudem soll 2026 ein operativer Cashflow zwischen 8 und 14 Mrd. USD erwirtschaftet werden. Auch die Investitionen sollen 2026 etwas sinken von 4,5 Mrd. USD auf 4,3 Mrd. USD, um 2027 wieder auf 4,5 Mrd. USD zu steigen.

      Während der Analystenkonferenz verwies das Management darauf, dass die weltweite Kupfernachfrage bis 2040 um 50 % gegenüber dem aktuellen Niveau auf 42 Mio. Tonnen steigen soll. Gründe seien das Wachstum der Weltwirtschaft, die Energiewende, KI und Rechenzentren, sowie höhere Rüstungsausgaben.

      So sehen die Schätzungen aus

      Analysten prognostizieren für Freeport für 2026 einen Umsatzanstieg um 9,2 % auf 28,3 Mrd. USD.
      Dabei soll das Ebitda um 20 % auf 11,9 Mrd. USD zulegen und damit einen Rekordwert erreichen. Dennoch würde es nur am unteren Rand der Prognose des Managements liegen. Zudem soll das Ebit um 48 % auf 9,6 Mrd. USD nach oben schießen und damit ebenfalls einen Rekordwert erreichen, der weit über dem Niveau früher Spitzenwerte liegen würde. Dadurch würde die Marge von 25,2 auf 34,1 % nach oben schießen.

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      Selbstverständlich sind die Schätzungen mit noch viel größerer Unsicherheit als in „normalen” Jahren behaftet, schließlich kann niemand seriös vorhersagen, ob und wie weit die Rekordfahrt beim Kupferpreis noch weitergehen gehen wird. Dasselbe gilt auch für den Goldpreis, wobei wir für das Edelmetall weiterhin bullisch sind.

      Unserer meiner Meinung nach stehen die Chancen gut, dass die Rekordfahrt beim Kupferpreis erst einmal weitergeht und die Analysten daher in den nächsten Monaten die Umsatz- und Gewinnschätzungen für Freeport weiter deutlich nach oben schrauben dürften.

      Wie geht’s weiter mit der Aktie?

      Die Aktie notiert derzeit bereits wieder am Rekordhoch vom Mai 2008 bei 63 USD. Damit liegt der Börsenwert aktuell bei 84,5 Mrd. USD. Inklusive der Nettoschulden von 5,6 Mrd. USD liegt der Enterprise Value (EV) damit bei 90,1 Mrd. USD.

      Das entspricht dem 9,3-Fachen des von Analysten für 2026 prognostizierten Ebit. Unserer Meinung nach ist die Bewertung nicht zu hoch und lässt weiterhin Spielraum nach oben, insbesondere falls die Rekordfahrt bei Kupfer und Gold weitergehen sollte. Das bereinigte 2026er-KGV liegt bei ca. 25.

      Unserer meiner Meinung nach sollte der Höhenflug der Aktie von Freeport-McMoran weitergehen, woraufhin das Rekordhoch schon bald nachhaltig geknackt werden dürfte. In diesem Szenario sollte das Papier anschließend auf Höhenflug bleiben.

      Investmentidee(n) auf Freeport McMoran

      Vor diesem Hintergrund wählen wir für risikobereite Anleger einen Turbo-Call auf Freeport McMoran aus, um überproportional von steigenden Aktienkursen zu profitieren. Das ausgewählte Hebel-Papier mit der ISIN DE000FC2W325 hat einen moderaten Hebel von 2,5, die Knock-out-Schwelle liegt bei genau 39,8378 USD. Sollte sie erreicht werden, entsteht ein Totalverlust. Die K.o.-Schwelle liegt aktuell 36,6 % unter dem Freeport McMoran-Kurs.

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