Das Universalsuchfeld dient sowohl als generelles Suchfeld um zu einzelnen Aktienprofilen zu gelangen als auch dazu im Bewertungstool den Basiswert zu wechseln. ISIN und WKN werden erst ab dem 3. eingegebenen Zeichen bei der Suche berücksichtigt.

      Salesforce – Zahlen und Anthropic-Deal begeistern

      Die Software-Branche stand in den letzten 1 bis 2 Jahren erheblich unter Druck. Viele Investoren hatten Sorge, dass KI die Nachfrage nach Software, wie jener von Salesforce, verringern würde, weshalb die Aktie des Anbieters von Software für das Kundenbeziehungsmanagement lange Zeit auf Talfahrt war. Die neuesten Ergebnisse von Salesforce zeigen aber, dass die Ängste unbegründet waren. Mit einem Kurssprung von mehr als 20 % hat die Salesforce-Aktie auf die Vorlage der Quartalszahlen am Vortag nach Börsenschluss in den USA reagiert.

      Frankfurt/Main, den 31.08.2026: Die jüngsten Zahlen von Salesforce (ISIN: US79466L3024) zeigen, dass sich das Geschäft gut entwickelt und wie gefragt die hauseigenen KI-Lösungen sind. Darüber hinaus gab Vorstandschef Marc Benioff bekannt, dass die Kooperation mit dem KI-Konzern Anthropic erweitert wird, was Investoren euphorisiert hat.

      Im per Juli beendeten zweiten Quartal 2026/27 ist der Umsatz von Salesforce um 11 % auf den Rekord von 11,3 Mrd. US-Dollar gestiegen, währungsbereinigt waren es ebenfalls 11 %. Dazu hat die Übernahme der Firma Informatica 456 Mio. US-Dollar beigetragen. Benioff betonte, dass KI das Geschäft angeheizt habe. Das Unternehmen erfreue sich starker Auftragseingänge, während die Kündigungen durch Kunden in der Nähe des Rekordtiefs liegen würden. Vielmehr wären sie bereit teurere Premiumpakete zu kaufen und länger laufende Verträge abzuschließen.

      Dabei seien die Erlöse von Agentforce, einer Software zum Erstellen und Anpassen von KI-Agenten, auf eine aufs Jahr hochgerechnete Rate von mehr als 1,5 Mrd. US-Dollar nach oben geschossen, das war ein Sprung um mehr als 240 % gegenüber dem Vorjahr. Inklusive von Data 360 (die Software verbindet strukturierte und unstrukturierte Daten aus über 200 Quellen in Echtzeit), würde die Jahresrate sogar 3,9 Mrd. US-Dollar erreichen – ein Plus von 210 %.

      Design erstellt mit PosterMyWall

      Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf Konzernebene konnte um 10,3 % auf 3,87 Mrd. US-Dollar zulegen, wobei die Marge jedoch leicht nachgab von 34,3 auf 34,1 %. Der bereinigte Gewinn je Aktie hingegen hat sich mehr als verdoppelt auf 5,9 Mrd. US-Dollar. Auch die Entwicklung des Cashflows sah sehr erfreulich aus: jener aus dem operativen Geschäft ist auf 1,3 Mrd. US-Dollar nach oben gesprungen. Abzüglich der Investitionen stand ein freier Cashflow von 1,1 Mrd. US-Dollar zu Buche.

      Umsatzprognose leicht angehoben

      Auf der Analystenkonferenz rückte Benioff zunächst den Anthropic Deal in den Mittelpunkt und zeigte sich dabei ausgesprochen enthusiastisch. Mit Dario Amodei, dem CEO von Anthropic, an seiner Seite erhielt die Vereinbarung zusätzliche Bühne – auch Amodei lobte die Partnerschaft überschwänglich. Dabei würde die Software der weltweiten Nummer 1 im Bereich Kundenbeziehungsmanagement mit der Nummer 1 im Bereich KI kombiniert, wobei die Software von Salesforce in Claude integriert wird.

      Zu guter Letzt hob Benioff dann auch gleich noch die Prognose für das Fiskaljahr 2026/27 an. Demnach soll der Umsatz um 11 bis 12 % auf 46,1 bis 46,4 Mrd. US-Dollar steigen, statt der zuvor avisierten 45,9 bis 46,2 Mrd. US-Dollar. Grund für den Optimismus sei zum einen das besser als erwartet laufende organische Geschäft und zum anderen sollen die bevorstehenden Übernahmen von Contentful und Fin den Erlös beflügeln. Beide Zukäufe sollen im laufenden dritten Quartal 2026/27 abgeschlossen werden.

      Zwar wurde der Ausblick für die bereinigte EBIT-Marge von 34,3 % vom Firmenlenker nur bestätigt, die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie wurde jedoch deutlich nach oben revidiert auf 16,67 bis 16,71 US-Dollar, statt der zuvor avisierten 14,06 bis 14,12 US-Dollar.

      So sehen die Schätzungen aus

      Nach der Zahlenvorlage haben Analysten die Schätzungen zu Umsatz und EBIT für 2026/27 und 2027/28 jeweils leicht angehoben. Demnach soll der Erlös 2026/27 um 11,4 % auf 46,26 Mrd. US-Dollar steigen, 2027/28 soll es um 9,7 % auf 50,75 Mrd. US-Dollar nach oben gehen. Dabei soll das bereinigte EBIT 2026/27 um 12,1 % auf 15,88 Mrd. US-Dollar zulegen, gefolgt von einem Plus von 12,0 % auf 17,78 Mrd. US-Dollar für 2027/28. Damit würde sich die Marge zuerst leicht verbessern von 34,1 auf 34,3 % für 2026/27, um 2027/28 35,0 % zu erreichen.

      Wie geht’s weiter mit der Aktie?

      Nachdem die Aktie in die Nähe des Siebeneinhalb-Monats-Hochs nach oben gesprungen ist, liegt der Börsenwert bei 207,4 Mrd. US-Dollar. Inklusive der Nettoschulden von 27,9 Mrd. US-Dollar liegt der Enterprise Value (EV) bei 235,3 Mrd. US-Dollar. Das entspricht dem 13,2-Fachen des von Analysten für 2027/28 prognostizierten EBIT.

      Diese Bewertung erscheint uns nicht sonderlich hoch, sondern lässt vielmehr noch Spielraum nach oben. Das KGV auf Basis des erwarteten bereinigten Gewinns von 14,14 USD je Aktie (Analystenkonsens) für das laufende Geschäftsjahr liegt bei 18,1.

      Design created with PosterMyWall

      Unserer Meinung nach könnte die Erholung der Salesforce-Aktie allmählich weitergehen, schließlich haben die Quartalsergebnisse die Sorgen der Investoren zerstreut und positive Impulse geliefert. Sie könnten darauf setzen, dass die erweiterte Kooperation mit Anthropic das Geschäft von Salesforce weiter ankurbelt.

      Investmentidee(n) auf Salesforce

      Risikobereite Investoren können von dieser Erwartung mit einem Discount-Call-Optionsschein profitieren. Das ausgewählte Papier mit der ISIN DE000VH5VHW9 verfügt über einen Cap (Höchstauszahlungsbetrag) bei 260 US-Dollar, leicht unterhalb (-1,5 %) vom aktuellen Kurs der Aktie. Notiert der Basiswert am Bewertungstag am 18. Dezember 2026 auf oder über dem Cap, erzielen Anleger eine Rendite von 50,8 % (165,7 % p. a.). Liegt der Aktienkurs unterhalb des Caps, reduziert sich die Auszahlung entsprechend. Der Break-even liegt bei 243,81 US-Dollar. Unterhalb des Basispreises von 220 US-Dollar bei Fälligkeit entsteht ein Totalverlust.

      Hinweis: Der Seitenbetreiber übernimmt keine Gewährleistung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der dargestellten Inhalte. Dies gilt insbesondere für die dargestellten unternehmensspezifischen Stamm-, Kurs- und Fundamentaldaten sowie für die aus diesen Werten abgeleiteten Finanzkennziffern. Der Nutzer ist dazu angehalten, die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität dieser Daten selbst zu überprüfen. Die dargestellten Inhalte dienen zur Information und zur Unterstützung der selbstständigen Anlageentscheidung des Nutzers. Der Seitenbetreiber erhebt keinen Anspruch auf inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität dieser Inhalte. Es wird darauf hingewiesen, dass die genannten Informationen keine Aufforderung zum Kaufen, Halten oder Verkaufen von Wertpapieren darstellen und keine individuelle Anlageberatung begründen. Der Nutzer ist dazu angehalten sich vor seiner Anlageentscheidung sorgfältig über die Chancen und Risiken zu informieren. Es wird darauf hingewiesen, dass die vergangene Wertentwicklung eines Wertpapiers keinen Rückschluss auf dessen künftige Wertentwicklung zulässt.
      WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner