Nach mehreren schwachen Jahren gelang Nordex 2025 endlich der Turnaround. Der Hersteller von Windkraftanlagen hat für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 starke Ergebnisse und einen soliden Ausblick vorgelegt. Nach der Vorlage der Zahlen am Mittwoch dem 25. Februar schoss die Nordex-Aktie nach oben und notiert aktuell zwischen 40 und 45 EUR auf dem höchsten Niveau seit Juni 2002. Der Auftragsbestand zum Jahresende lag auf Rekordniveau und das Management rechnet auch für 2026 mit einer Fortsetzung der starken Marktdynamik.
Frankfurt/Main, den 09.03.2026: Im vierten Quartal stieg der Umsatz von Nordex (ISIN: DE000A0D6554) um 15,8 % auf 2,54 Mrd. EUR und lag damit leicht über den Schätzungen der Analysten von 2,51 Mrd. EUR. Dabei hat sich der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) annähernd verdreifacht auf 307,4 Mio. EUR, wodurch auch die Marge von 4,9 auf 12,1 % nach oben schoss. Das lag weit über den Erwartungen von 270,1 Mio. EUR.
Zudem legte der Auftragseingang für Projekte um 9,9 % auf 3,2 Mrd. EUR zu. Dabei blieb der durchschnittliche Verkaufspreis in Euro pro Megawatt (MW) Leistung stabil bei 0,89 Mio. EUR/ MW – eine erfreuliche Entwicklung. Die Zahlen für das Gesamtjahr 2025 sahen wie folgt aus: Der Umsatz stieg um 3,5 % auf 7,55 Mrd. EUR, das Ebitda hat sich mehr als verdoppelt auf 631,0 Mio. EUR und die Marge konnte von 4,1 auf 8,4 % zulegen. Damit hat das Unternehmen das bisherige mittelfristige Margenziel von 8,0 % bereits im Jahr 2025 erreicht.
Auf Jahressicht kletterte der Auftragseingang für Projekte sogar um 25 % auf einen Rekordwert von 9,3 Mrd. EUR, während der Auftragsbestand auf Konzernebene um 26 % auf 16,1 Mrd. EUR zulegen konnte. Davon entfielen 10,1 Mrd. EUR auf das Projektgeschäft und 6,0 Mrd. EUR auf das Service-Geschäft.
Mit einem Plus von 1 Mrd. EUR (+136 %) stieg auch der Cashflow aus dem operativen Geschäft stark an. Obwohl die Investitionen mit 168,9 Mio. EUR deutlich stiegen konnte sich der freie Cashflow mehr als verdreifachen auf 863,3 Mio. EUR. Der Netto-Cash-Bestand hat sich zum Jahresende verzweifacht auf den Rekordwert von 1,6 Mrd. EUR. Von derartigen Ergebnissen haben die Aktionäre von Nordex früher nicht einmal träumen können.
Starke Prognose
Vor dem Hintergrund der prächtigen Geschäftsentwicklung und des hohen Auftragsbestands gab Vorstandschef Blanco einen optimistischen Ausblick ab. Demnach soll der Umsatz 2026 auf 8,2 bis 9,0 Mrd. EUR steigen. Die Mitte der Spanne (8,6 Mrd. EUR) liegt deutlich über den Erwartungen von 8,3 Mrd. EUR.
Außerdem soll eine Ebitda-Marge zwischen 8 und 11 % erwirtschaftet werden. Der Mittelwert liegt damit bei 9,5 % und übertrifft die Erwartungen von 8,6 % ebenfalls deutlich. Die Investitionen sollen 2026 auf rund 200 Mio. EUR erhöht werden. Zudem hat der Firmenlenker das mittelfristige Ebitda-Margenziel auf 10 bis 12 % angehoben, was bei Investoren für gute Stimmung sorgte.
Nach den starken Zahlen und der überzeugenden Prognose dürften Analysten in den nächsten Tagen ihre Schätzungen für 2026 und die Folgejahre nochmal deutlich anheben.
Wie geht’s weiter mit der Aktie?
Nach dem heftigen Kurssprung liegt der Börsenwert bei 9,6 Mrd. EUR. Abzüglich des Netto-Cash-Bestands von 1,6 Mrd. EUR liegt der Enterprise Value (EV) bei 8,0 Mrd. EUR.
Das entspricht dem 16-Fachen des von Analysten für 2026 prognostizierten Ebit. Angenommen Analysten würde ihre Schätzungen um rund 15 % auf 575 Mio. EUR anheben, was wir für realistisch halten, dann würde das Multiple auf das 13,9-Fache zurückgehen. Das ist angesichts der starken Geschäftsentwicklung nicht zu teuer, sondern bietet unserer Meinung nach noch deutliches Potenzial. Und das 2026er-KGV liegt bei 30,1.
Unserer Meinung nach sollte der Höhenflug der Nordex-Aktie weitergehen, schließlich hat das Management Investoren mit den Ergebnissen und der Prognose überzeugt.
Investmentidee(n) auf Nordex
Vor diesem Hintergrund wählen wir für risikobereite Anleger einen Turbo-Call auf Nordex aus, um überproportional von steigenden Aktienkursen zu profitieren. Das ausgewählte Hebel-Papier mit der ISIN DE000MM9BXU8 hat einen moderaten Hebel von 2,5, die Knock-out-Schwelle liegt bei 26,69 EUR. Sollte sie erreicht werden, entsteht ein Totalverlust. Die K.o.-Schwelle liegt aktuell 38,8 % unter dem Aktienkurs von Nordex. Anleger sollten mit einem Stopp-Limit arbeiten.




