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      General Mills – Einsparungen von 3 Mrd. USD bis 2030 geplant

      General Mills - AktieDer US-Nahrungsmittelhersteller General Mills hat in den vergangenen Jahren Marktanteile gegenüber anderen Handelsmarken und kleineren Wettbewerbern verloren, weshalb die Aktie auf Talfahrt ging. Vorstandschef Jeff Harmening hat darauf in den vergangenen Quartalen mit Preissenkungen und Investitionen in die Verbesserung der Produkte reagiert. Mit einem Kurssprung von bis 10 % und damit dem größten Kursanstieg seit 2020 hat die Aktie von General Mills nun auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen am 1. Juli reagiert.

      Frankfurt/Main, den 05.07.2026: Die guten Zahlen von General Mills (ISIN: US3703341046), einem US-Nahrungsmittelkonzern, zu dem bekannte Marken wie Cheerios (Cerealien) oder die Eiscremes der Marke Häagen-Dazs gehören, belegen, dass die Restrukturierung von Vorstandschef Jeff Harmening allmählich Früchte trägt. Damit erholt sich das Papier, nachdem es Anfang Juli mit Kursen von 32,17 USD noch auf das niedrigste Niveau seit September 2009 abgerutscht war.

      Im per Mai beendeten vierten Quartal des Geschäftsjahres ist der Umsatz um 1 % auf 4,61 Mrd. USD gestiegen. Dabei lag das organische Wachstum bei 0 %, war doch ein Absatzrückgang von 2 % durch Preiserhöhungen von nur mehr 2 % ausgeglichen worden.

      Hingegen hatte der Verkauf des US-Yoghurt-Geschäft per Ende Juni 2025 den Konzernumsatz diesmal mit 7 % belastet. Das wurde durch eine 53. Woche wettgemacht, die den Erlös um 7 % nach oben getrieben hat. Schlussendlich blieb ein Währungseffekt von 1 % übrig, der für das Umsatzwachstum verantwortlich war.

      Bei der Umsatzverteilung nach Geschäftsbereichen entfielen 2,5 Mrd. USD auf das Einzelhandelsgeschäft in Nordamerika, zudem rund 700 Mio. USD für das Geschäft mit Tiernahrung in Nordamerika, sowie rund 575 Mio. USD auf den Bereich Foodservice Nordamerika, also das Geschäft mit der Gastronomie. Schlussendlich stammten rund 860 Mio. USD aus dem Auslandsgeschäft.

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      Dabei legte der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf Konzernebene um 13 % auf 705,4 Millionen USD zu, wodurch sich die Marge deutlich verbesserte von 13,7 auf 15,3 %. Außerdem sprang der bereinigte Gewinn je Aktie um 27 % auf 0,95 USD nach oben.

      Die Zahlen für das vierte Quartal 2025/26 können sich umso mehr sehen lassen, wenn man sie mit jenen für das Gesamtjahr vergleicht: Der Konzernumsatz ist 2025/26 um 5 % auf 18,4 Mrd. USD gesunken. Dabei ist der Erlös organisch um 2 % gesunken, weil der Absatz um 1 % zurückgegangen ist, während die Preise um 1 % gesenkt wurden.

      Das bereinigte Ebit brach um 16 % auf 2,8 Mrd. USD ein, womit sich die Marge deutlich verschlechtert hat von 17,2 auf 15,3 %. Der bereinigte Gewinn je Aktie ist ebenfalls um 16 % auf 3,55 USD gesunken.

      Beim Cashflow sah die Lage wie folgt aus: jener aus dem operativen Geschäft ist eingebrochen auf 2,2 Mrd. USD. Gleichzeitig hat das Management die Investitionen deutlich gesenkt auf 539,9 Mio. US-Dollar. Damit stand ein Free Cashflow von 1,6 Mrd. USD zu Buche.

      Das Management hat auf das schwierige Umfeld reagiert und für lediglich 500 Mio. USD Aktien zurückgekauft, nach 1,2 Mrd. USD im Vorjahreszeitraum. Wegen der gesunkenen Aktienanzahl sind zudem die Dividendenzahlungen 2025/26 leicht zurückgegangen auf 1,3 Mrd. USD.

      So sieht die Prognose aus

      Auf der Analystenkonferenz betonte Harmening, dass das Umfeld aufgrund zahlreicher Faktoren, wie der hohen Inflation schwierig bleiben dürfte und sich das Unternehmen daher umso stärker auf das fokussieren werde, was es kontrollieren könne.

      So soll das organische Wachstum im Fiskaljahr 2026/27 bei minus 1,5 bis (plus) 0,5 % liegen. Die Mitte der Spanne (minus 0,5 %) ist deutlich besser als der Rückgang um 2 % für 2025/26. Dabei will das Management die Preise nicht weiter senken, sondern den Absatz künftig durch zahlreiche Produktinnovationen, die Veränderung der Verpackung oder gezielterer Werbung ankurbeln.

      Allerdings soll das bereinigte Ebit 2026/27 um 8 bis 13 % sinken. Verantwortlich dafür ist neben dem Verkauf des US-Yoghurtgeschäfts vor allem der Wegfall der 53. Woche. Zudem soll der bereinigte Gewinn je Aktie auf 3,00 bis 3,20 USD zurückgehen.

      Das Management teilte mit, dass bis zum Fiskaljahr 2029/30 Kostensenkungen von 3 Mrd. USD geplant sind, davon sollen 2026/27 bereits 750 Mio. USD realisiert werden. Dabei geht es um Lieferketten, die eigenen Geschäftsprozesse, etc.

      Außerdem betonte das Management, dass mittel- und langfristig das organische Umsatzwachstum weiter ganz oben auf der Agenda stehe, und es müsse profitabel sein.

      So sehen die Schätzungen aus

      Analysten prognostizieren für das im Mai endende Fiskaljahr 2026/27 einen Umsatzrückgang (nominell, nicht organisch) um 2,6 % auf 17,95 Mrd. US-Dollar. Hingegen soll der Erlös 2027/28 leicht nach oben gehen um 0,9 % auf 18,11 Mrd. US-Dollar.

      Das bereinigte Ebit 2026/27 soll um 9,1 % auf 2,56 Mrd. USD sinken, hingegen soll es 2027/28 um 2,4 % steigen auf 2,62 Mrd. US-Dollar. Damit würde die Marge – wie schon in den Vorjahren – deutlich nachgeben, diesmal von 15,3 auf 14,2 % für 2026/27. Hingegen soll sie 2027/28 leicht steigen auf 14,5 %. Damit läge sie aber immer noch deutlich unter dem Niveau früherer Jahre, als sie häufig bei rund 17 % gelegen hat.

      Wie geht’s weiter mit der Aktie?

      Nach dem jüngsten Kursanstieg liegt der Börsenwert inklusive der starken Nettoverschuldung von 13,1 Mrd. USD bei 20,2 Mrd. USD. bei einem Enterprise Value (EV) von 33,3 Mrd. USD.

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      Das entspricht dem 12,7-Fachen des von Analysten für 2027/28 prognostizierten Ebit. Wir finden, das ist eine relativ hohe Bewertung für ein Unternehmen, dessen Umsatz 2026/27 deutlich sinken und sich 2027/28 nur leicht erholen soll. Gleichzeitig soll die Marge 2026/27 weiter deutlich nachgeben und sich 2027/28 nur leicht verbessern. Das Forward-KGV auf Basis der 2027/28er-Schätzungen liegt bei 11,5.

      Unserer Meinung nach könnte die Aktie von General Mills in nächster Zeit seitwärts tendieren, schließlich ist nach dem Kurssprung schon viel von den guten Nachrichten eingepreist. Ob das Paper nachhaltig nach oben drehen wird, dürfte vor allem davon abhängen, ob die Ölpreise auf Talfahrt bleiben, womit sich die Stimmung der US-Verbraucher verbessern könnte und sie daraufhin verstärkt Nahrungsmittel von General Mills kaufen könnten.

      Investmentidee(n) auf General Mills

      Mit Discount-Zertifikaten können Anleger von einer Seitwärtsphase profitieren. Das Papier mit der ISIN DE000MN6ZH33 ist ein leicht defensives Papier. Es hat einen Cap (Höchstauszahlungsbetrag) von 35 USD, der aktuelle Aktienkurs liegt bei 38,20 USD.

      Notiert die Aktie am Bewertungstag am 19. März 2027 auf oder über dem Cap, erhalten Anleger den Höchstauszahlungsbetrag. Dies entspricht einer Rendite von 9,0% (12,7% p. a.) Liegt der Kurs des Basiswerts unterhalb des Caps, erfolgt die Rückzahlung entsprechend der Kursentwicklung des Basiswerts. Der Break-even liegt aktuell bei rund 31,65 USD. Verluste entstehen, wenn der Basiswert bei Fälligkeit unter dieses Niveau fällt.

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