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      Caterpillar – Investoren sind begeistert

      Der US Maschinenbauer Caterpillar spürt die Auswirkungen der amerikanischen Strafzölle deutlich. Trotz dieses Gegenwinds und des Konflikts im Iran hat die Aktie jüngst wieder neue Rekordstände erreicht. Anleger setzen darauf, dass die positive Geschäftsentwicklung anhält, und blicken gespannt auf die Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal am 30. April. Im vierten Quartal 2025 hatte das Geschäft des US-Maschinenhersteller weiterhin floriert, womit das Unternehmen ein insgesamt gutes Jahr stark abgeschlossen hat.

      Frankfurt/Main, den 27.04.2026: Der Umsatz von Caterpillar (ISIN: US1491231015) war im vierten Quartal um 19 % auf den Rekord von 19,1 Mrd. USD gestiegen. Wachstumsmotor war der größte Geschäftsbereich, Strom & Energy, dessen Erlös um 23 % auf 9,4 Mrd. USD geklettert ist, womit er knapp 50 % der Konzernerlöse ausgemacht hat. Der Bereich profitiert von der boomenden Nachfrage nach Diesel- und Erdgasmotoren, industriellen Gasturbinen und dieselelektrischen Lokomotiven. Dabei heizt nicht zuletzt der stark steigende Strombedarf in Rechenzentren die Nachfrage an.

      Zudem entfielen 6,9 Mrd. USD auf Baumaschinen, gefolgt von 3,4 Mrd. USD für jene für den Bergbausektor. Schlussendlich steuerte die Finanzsparte Einnahmen von 931 Mio. USD bei. Allerdings ist der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf Konzernebene leicht gesunken auf 2,9 Mrd. USD, damit hat die Marge deutlich nachgegeben von 18,6 auf 15,3 %.

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      Verantwortlich hierfür waren gestiegene Produktionskosten, dabei hauptsächlich US-Strafzölle von rund 800 Mio. USD. Ohne die Strafzölle hätte die Marge – laut den Angaben des Managements um Vorstandschef Joe Creed – über dem Vorjahresniveau gelegen. Der bereinigte Gewinn stieg dementsprechend leicht auf 5,16 USD je Aktie. Damit sehen die Zahlen für das Gesamtjahr 2025 wie folgt aus:

      Der Umsatz ist um 4 % auf den Rekord von 67,7 Mrd. USD gestiegen. Allerdings ist das bereinigte Ebit um 14 % auf 11,6 Mrd. USD zurückgegangen, damit hat die Marge deutlich nachgegeben von 20,7 auf 17,2 %. Dabei haben US-Strafzölle das Ergebnis mit insgesamt 1,7 Mrd. USD belastet. Auf Jahressicht sank der bereinigte Gewinn damit um 13 % auf 19,06 USD je Aktie.

      Umso mehr kann sich die Entwicklung des Cashflows sehen lassen. Jener des industriellen Geschäfts, also außerhalb der Finanzsparte, ist deutlich geklettert auf 12,3 Mrd. USD. Abzüglich der von 2,0 Mrd. auf 2,8 Mrd. USD gestiegenen Investitionen legte der Free Cashflow leicht zu auf 9,5 Mrd. USD. Das war das dritte Jahr in Folge mit einem Free Cashflow von mehr als 9 Mrd. USD.

      Das Management hat Investoren an der guten Geschäftsentwicklung teilhaben lassen und ihnen 7,9 Mrd. USD zurückgegeben, dabei 5,2 Mrd. USD über Aktienrückkäufe und 2,7 Mrd. USD über Dividenden. Für Euphorie bei Investoren hat zudem gesorgt, dass der Auftragsbestand um 71 % auf den Rekord von 51 Mrd. USD nach oben geschossen ist.

      Gute Prognose

      Bei der Zahlenvorlage am 29. Januar zeigte sich Creed mit den Ergebnissen sehr zufrieden und gab einen erfreulichen Ausblick ab. Demnach soll der Umsatz 2026 ein Wachstum am oberen Rand der Mittelfristziele von durchschnittlich 5 bis 7 % pro Jahr erreichen. Zu dem Wachstum soll 2026 jeder Bereich des industriellen Geschäfts beitragen. Ein Wachstum von 7 % bedeutet einen Umsatz von 72,3 Mrd. USD.

      Allerdings sollen die Belastungen durch Strafzölle auf 2,6 Mrd. USD anwachsen, davon sollen rund 800 Mio. USD auf das erste Quartal entfallen. Zudem sind Restrukturierungskosten von 300 bis 350 Mio. USD fürs Gesamtjahr geplant.

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      In dem Zusammenhang verwies Creed auf die Mittelfristziele, demnach bei einem Jahresumsatz von rund 72 Mrd. USD eine bereinigte Ebit-Marge von 18 bis 22 % erreicht werden soll. Aufgrund der Belastungen durch die Strafzölle werde die bereinigte Marge 2026 nur am unteren Ende der obigen Planung liegen.

      Zudem werde weiterhin bei einem Umsatz von schlussendlich 100 Mrd. USD eine bereinigte Ebit-Marge von 21 bis 25 % angestrebt. Creed plant zudem die Investitionen 2026 auf rund 3,5 Mrd. USD zu steigern. Daher solle der Free Cashflow „leicht” unter dem 2025er-Niveau liegen.

      So sehen die Schätzungen aus

      Analysten prognostizieren für 2026 einen Umsatzanstieg um 9,0 % auf 73,6 Mrd. USD, was deutlich über Creeds Prognose liegt. 2027 soll es ebenso stark auf 80,2 Mrd. USD nach oben gehen. Dabei soll das bereinigte Ebit 2026 um 12,9 % auf 13,4 Mrd. USD zulegen, gefolgt von einem Plus von 18,5 % auf 15,9 Mrd. USD für 2027. Damit würde sich die Marge jeweils deutlich verbessern, zuerst von 17,2 auf 18,3 %, um 2026 auf 19,9 % zu klettern. Allerdings sind die Schätzungen mit erhöhter Unsicherheit behaftet, schließlich kann niemand vorhersagen, wie lange beispielsweise der KI-Boom anhalten wird.

      Wie geht’s weiter mit der Aktie?

      Im Zuge der Rekordfahrt ist der Börsenwert auf 366,2 Mrd. USD gestiegen. Inklusive der Nettoschulden von 33,35 Mrd. USD liegt der Enterprise Value (USD) bei 399,55 Mrd. USD. Das entspricht dem 25,1-Fachen des von Analyten für 2027 prognostizierten Ebit. Die sehr hohe Bewertung zeigt, welch enormes Wachstum in der Aktie eingepreist ist. Allerdings prognostizieren Analysten für 2026 und 2027 jeweils ein kräftiges Umsatzwachstum, während gleichzeitig die Marge jeweils deutlich verbessert werden soll. Und das 2027er-KGV liegt bei sportlichen 28,6.

      Trotz der sehr hohen Bewertung könnte die Rekordfahrt der Caterpillar-Aktie weitergehen, denn Investoren könnten weiterhin darauf setzen, dass das Geschäft künftig noch stärker florieren wird, als bislang erwartet.

      Investmentidee(n) auf Caterpillar

      Risikobereite Investoren können von dieser Erwartung mit einem offensiven Discount-Call-Optionsschein profitieren. Das ausgewählte Papier (ISIN: DE000MN1WBD2) verfügt über einen Cap (Höchstauszahlungsbetrag) bei 850 USD, etwas oberhalb (+2,3 %) des aktuellen Caterpillar-Kurses. Notiert der Basiswert am Bewertungstag am 18. September 2026 auf oder über dem Cap, erzielen Anleger eine Rendite von 62,1 % (157,3 % p. a.). Liegt der Aktienkurs unterhalb des Caps, reduziert sich die Auszahlung entsprechend. Der Break-even liegt bei 830,68 USD. Unterhalb des Basispreises von 800 USD bei Fälligkeit, entsteht ein Totalverlust.

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