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      Apple – Lieferengpässe belasten das Geschäft

      Die Aktie des iPhone-Herstellers befand sich zuletzt auf Rekordniveau. Gleichzeitig machten sich Anleger zunehmend Sorgen, Apple könnte beim Thema Künstliche Intelligenz weiter ins Hintertreffen geraten. Das bedeutende iPhone-Geschäft überraschte zwar positiv mit den jüngsten Geschäftszahlen für Q3/26, doch die Aktie war mit einem KGV von fast 40 bereits hoch bewertet und kam nach der Präsentation der Zahlen deutlich unter Druck. Ist diese Korrektur der Anfang eines größeren Rückschlags oder kann sich der Titel wieder fangen?

      Frankfurt/Main, den 02.08.2026: Bei seiner letzten Analystenkonferenz am Donnerstagabend, dem 30. Juli, präsentierte der scheidende Apple-Chef Tim Cook einige für Investoren unerfreuliche Nachrichten. In der Folge gab die Aktie nach ihrer vorherigen Rekordrally deutlich nach. Zum einen stießen bestimmte Ergebnisse auf Kritik, zum anderen sorgte der Ausblick für Verunsicherung. Cook wird am 1. September durch John Ternus, den bisherigen Leiter des Hardwarebereichs, an der Unternehmensspitze ersetzt.

      Im dritten Quartal des Fiskaljahres 2025/26, das im Juni endete, steigerte Apple (ISIN: US0378331005) den Umsatz auf 109,42 Mrd. USD. Damit wurden die Analystenschätzungen von 108,85 Mrd. USD leicht übertroffen Trotz erheblicher Lieferschwierigkeiten bei den neuesten Chips für iPhones, iPads und in geringerem Umfang bei Macs wurde der Umsatz damit um 16,4 % gesteigert. Negative Währungseffekten durch den stärkeren USD belasteten zusätzlich das Geschäft.

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      Das zentrale iPhone-Geschäft legte um 21,7 % auf 54,25 Mrd. USD zu und übertraf damit die Erwartungen von 53,6 Mrd. USD ebenfalls leicht. Das Service-Segment hingegen wuchs lediglich um 12,1 % auf 30,74 Mrd. USD und blieb damit deutlich unter den Prognosen von 31,36 Mrd. USD zurück. Auch die Region Großchina enttäuschte mit einem Umsatzanstieg von nur 22,4 % auf 18,82 Mrd. USD, was klar unter den erwarteten 19,58 Mrd. USD lag.

      Die Bruttomarge auf Konzernebene verbesserte sich gegenüber dem Vorquartal von 49,3 auf 50,1 %. Ohne die Rückzahlung von US-Strafzöllen hätte die Marge jedoch bei rund 48 % gelegen – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorquartal.

      Positiv entwickelte sich der Cashflow: Der operative Cashflow stieg kräftig auf 34,4 Mrd. USD. Da die Investitionen gleichzeitig deutlich auf 2,5 Mrd. USD reduziert wurden, ergab sich ein freier Cashflow von beachtlichen 31,9 Mrd. USD. Apple ließ seine Aktionäre an der guten Geschäftslage teilhaben und schüttete über Aktienrückkäufe 25,8 Mrd. USD sowie 4,0 Mrd. USD an Dividenden aus.

      Die installierte Basis an Apple-Geräten erreichte zuletzt immerhin einen Rekordwert von über 2,5 Mrd. Geräten und auch das Service-Geschäft verzeichnete mit über 1,5 Mrd. Abonnenten einen Höchststand.

      Schwache Prognose

      Wenig Begeisterung löste der Ausblick auf das laufende vierte Quartal 2025/26 aus. Apple erwartet ein Umsatzwachstum von lediglich 9 bis 10 %, während Analysten zuvor mehr als 12 % prognostiziert hatten – nach 16,4 % Wachstum im dritten Quartal. Laut Management drücken Währungseffekte das Wachstum gegenüber dem Vorquartal um 2,5 Prozentpunkte. Zudem verschärft sich die Knappheit bei Chips für iPhones, Macs und iPads weiter. Cook warnte, dass die Preise für Speicherchips dadurch im laufenden Quartal und auch über den September hinaus steigen und die Profitabilität weiter belasten dürften.

      In diesem Umfeld soll das iPhone-Umsatzwachstum nur im mittleren Zehner-Prozent-Bereich liegen. Das währungsbereinigte Wachstum im Servicegeschäft soll lediglich das Niveau des dritten Quartals erreichen. Unter Berücksichtigung der negativen Währungseffekte würde das Wachstum damit klar unter 10 % liegen.
      Auch die Bruttomarge soll auf 47 bis 48 % sinken. Zwar wird die Marge erneut durch die Rückzahlung von US-Strafzöllen um rund einen Prozentpunkt gestützt, doch ohne diesen Effekt wären lediglich etwa 46,5 % zu erwarten. Hauptgrund für den Rückgang sind die stark gestiegenen Chippreise.

      Apple reagierte bereits auf die stark gestiegenen Chippreise und erhöhte im Juni die Preise für Macs und iPads – nicht jedoch für das iPhone. Außerdem führte der Konzern in den USA das Programm Apple Upgrade ein, mit dem Kunden Geräte wie iPhones, iPads und Macs leasen und nach Ablauf der Leasingzeit zurückgeben können. Dadurch sollen die jüngsten Preissteigerungen für viele Kunden abgefedert werden.

      So sehen die Schätzungen aus

      Analysten erwarten für das im September endende Fiskaljahr 2025/26 einen Umsatzanstieg um 14,7 % auf 477,19 Mrd. USD. Im Jahr 2026/27 soll der Umsatz um 10,2 % auf 525,94 Mrd. USD wachsen – ein deutlich abgeschwächtes Tempo. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll 2025/26 um 16,8 % auf 155,45 Mrd. USD steigen, gefolgt von einem Plus von 8,0 % auf 167,87 Mrd. USD im Jahr 2026/27. Damit würde die Marge zunächst leicht von 32,0 auf 32,6 % steigen, um anschließend 2026/27 wieder auf 31,9 % zu sinken. Nun bleibt abzuwarten, ob und in welchem Ausmaß Analysten ihre Umsatz- und Gewinnschätzungen für 2025/26 und 2026/27 in den kommenden Tagen nach unten anpassen.

      Wie geht es weiter mit der Aktie?

      Nach dem Kursrückgang infolge der Zahlenvorlage liegt der Börsenwert bei 4,54 Billionen USD. Abzüglich des Netto-Cash-Bestands von 62,2 Mrd. USD ergibt sich ein Enterprise Value (EV) von 4,48 Billionen USD. Das entspricht dem rund 31-Fachen des von Analysten für 2026/27 erwarteten Ebit. Diese hohe Bewertung zeigt, welche hohen Wachstumserwartungen bereits in den Kurs eingepreist sind.

      Zwar wird Apple trotz kurzfristiger Verlangsamung beim Umsatzwachstum weiterhin eine sehr starke Marge erzielen, doch das KGV auf Basis des erwarteten bereinigten Nettoergebnis (Non-GAAP) von 8,78 USD je Aktie für 2026 liegt immer noch bei 35.

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      Kurzfristig könnte die Apple-Aktie unserer Einschätzung nach unter Druck bleiben, da Investoren die negativen Nachrichten erst verarbeiten müssen. Anschließend könnte das Papier jedoch wieder anziehen, da Apple voraussichtlich bald auch die iPhone-Preise erhöhen dürfte – insbesondere mit der Einführung neuer Modelle. Dadurch sollte der Margendruck spürbar nachlassen.

      Von großer Bedeutung für die Aktie ist zudem, ob der KI-Hype anhält oder ob die Sorge zurückkehrt, die Chip- bzw. KI-Blase könnte platzen. Sollte Letzteres eintreten, könnte die Apple-Aktie deutlich profitieren, da das Unternehmen – anders als die Hyperscaler Amazon, Alphabet und Microsoft – seine Investitionen vergleichsweise niedrig gehalten und nicht massiv in neue Rechenzentren investiert hat.

      Investmentidee(n) auf Apple

      Vor diesem Hintergrund könnte der Aktie die Kursfantasie ausgegangen sein. Eine anhaltende Konsolidierungsphase ist daher möglich. Anleger können davon mit einem Discount-Zertifikat profitieren. Das leicht defensive Papier mit der ISIN DE000PK1H3U5 hat einen Cap (Höchstauszahlungsbetrag) bei 290 USD. Der Discount zum aktuellen Kurs beträgt rund 13,4 %.

      Notiert die Aktie am Bewertungstag am 19. März 2027 auf oder über dem Cap, erhalten Anleger den Höchstauszahlungsbetrag. Dies entspricht einer Rendite von 8,4 % (13,2 % p. a.) Liegt der Kurs des Basiswerts unterhalb des Caps, erfolgt die Rückzahlung entsprechend der Kursentwicklung des Basiswerts. Der Break-even liegt aktuell bei rund 267,64 USD. Verluste entstehen, wenn der Basiswert bei Fälligkeit unter dieses Niveau fällt.

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